Februar 2026
Einst beherbergte das Gebiet rund um die Altstadt und die Bahnhofstrasse einige Poststellen von fast schon nationaler Ausstrahlung. Von der eindrücklichen Fraumünsterpost schwärmten über 150 Pöstlerinnen und Pöstlern aus, um täglich zweimal die Post zu verteilen. 1997, also vor 30 Jahren, machte dann der grösste Postraub in der Geschichte der Schweiz Schlagzeilen. 53 Millionen Franken wurden erbeutet, mehr als der legendäre englische Posträuber Ronald «Ronnie» Biggs 1963. Dabei standen in Zürich 70 Millionen parat, doch der als Lieferwagen der Telecom getarnte Lieferwagen war zu klein. Vergangene Zeiten!
Jetzt hat die Post mitgeteilt, dass die Urania-Post, 2016 als kleinerer Filialersatz der Fraumünsterpost eröffnet, zu geht. Letztmals geöffnet ist die Poststelle am Freitag, 20. Februar. Die neue Filiale im Orell Füssli Kramhof steht den Kundinnen und Kunden ab Montag, 23. Februar zur Verfügung. Das Angebot umfasst laut Post die täglichen Postgeschäfte rund um die Aufgabe und Abholung von Briefen und Paketen sowie den Zahlungsverkehr. Unter der Woche ist der Schalter von 9 bis 20 Uhr geöffnet, am Samstag bis 18 Uhr.
Den Standortwechsel nimmt Felix Stocker, Präsident des Quartiervereins Zürich 1 rechts der Limmat mit gemischten Gefühlen auf. «Der Quartierverein wurde leider nicht einbezogen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt. Im Herbst 2024 fand ein erstes Treffen mit der Post statt. Danach wurde uns Gelegenheit gegeben, Stellung zu nehmen». Obwohl sich sowohl der Quartierverein als auch die City-Vereinigung negativ zum Vorhaben geäussert hätten, habe die Post die Schliessung durchgezogen, so Stocker. Man verstehe den Standortwechsel nicht. «Die Filiale war gut frequentiert. Dass im Zentrum der grössten Stadt des Landes eine Postfiliale besteht, gehört unseres Erachtens zur Grundversorgung für die Bevölkerung und die zahlreichen Geschäfte in der Innenstadt». Jetzt gebe es bald nur noch eine Zweigstelle in einem Buchladen ohne Geldeinzahlungsmöglichkeiten. Gemäss Nachfrage des Altstadt-Kuriers wird der Schalter beim Kundendienst umständlich erreichbar im dritten Stock platziert. Für Stocker ist klar: «Es ist ein Abbau des Service Public, der einmal mehr insbesondere ältere Menschen trifft, die einen längeren und beschwerlicheren Weg auf sich nehmen müssen».
Januar 2026

Eben war es noch Sujet im Fotowettbewerb des Altstadt-Kuriers, jetzt ist es einem Grossbrand zum Opfer gefallen. Das berühmte, historische Gebäude der Freimaurer-Loge auf dem Lindenhof. Immerhin gab es keine Verletzten. Gemäss einer Meldung von Schutz und Rettung Zürich dauert der Einsatz am frühen Montagmorgen weiter an. Der Brandalarm ging um kurz nach 1 Uhr ein. Das Gebäude stand bereits in Vollbrand und erforderte ein Grossaufgebot. Ein Übergreifen auf andere Gebäude habe «in letzter Minute» verhindert werden können, wie es in der Mitteilung heisst.
Beim abgebrannten Gebäude handle es sich um das «Modestia cum Libertate», sagte ein Sprecher von Schutz und Rettung Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das gut 200-jährige Gebäude, das als Freimaurerzentrum dient, befindet sich auf der Südseite des Lindenhofs.
Die Anwohnenden rundum konnten sich mehrheitlich selbst in Sicherheit bringen, einige wurden von der Polizei evakuiert.
Mittlerweile sei der Brand unter Kontrolle, wie es in der Mitteilung von 5.46 Uhr heisst. Die Bekämpfung des Feuers sei aufwändig, da immer wieder kleinere Brandherde und Glutnester auftauchen. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die weiteren Lösch- sowie Aufräumarbeiten den ganzen Tag andauern werden. Das Obergeschoss des Gebäudes ist praktisch vollständig zerstört, der Schaden beträchtlich.
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Sie ist eine Institution, die Kantorei am Neumarkt. Der Raum, der eigentlich als Geschäft gedacht war, wird seit seiner Fertigstellung 1901 als Restaurant gebraucht. Jetzt ist die Kantorei geschlossen, und sie wird umgebaut.
Was passiert da? Der Altstadt-Kurier hat nachgefragt. Bei Thomas Sos, dem Pächter des Restaurants – seit 28. Jahren. Vorher lebte und wirkte er zehn Jahre lang in den USA, bevor er laut einem Artikel in der «Bilanz» zurückkehrte – mit viel Enthusiasmus, Ideen und dem Vorsatz, der Limmatstadt eine schöne Portion amerikanische Gelassenheit zukommen zu lassen. Ihm gehören zudem das Hotel Arlette an der Stampfenbachstrasse, sowie das Restaurant Sento und die zwei Boutiquehotels Townhouse und Plattenhof.
Herr Sos, warum wird umgebaut?
«Nach vielen Jahren intensiven Betriebs werden die Kücheneinrichtungen erneuert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Wir investieren damit bewusst hinter den Kulissen, damit wir auch künftig mit derselben Sorgfalt und Qualität kochen können, die unsere Gäste von uns kennen».
Was ändert sich im Interieur?
«Das Restaurant wurde 2018 umfassend renoviert und hat seither seinen Charakter gefunden. Diese Atmosphäre möchten wir bewahren. Das Interieur bleibt deshalb grundsätzlich bestehen und wird nur behutsam aufgefrischt.»
Ändert sich auch etwas beim Gastroangebot?
«Unsere Küche und unsere Preisstruktur haben sich über Jahre bewährt. Daran halten wir fest. Die bekannten Klassiker bleiben fester Bestandteil der Karte. Unser Anspruch ist es, diese Gerichte weiterhin mit viel Handwerk, guten Produkten und zeitgemässer Präsentation auf den Tisch zu bringen – vertraut, aber aufmerksam weitergedacht.»
Bleibt das Personal dasselbe?
«Ja, und darüber freuen wir uns sehr. Alle Mitarbeitenden werden auch nach der Wiedereröffnung wieder Teil der Kantorei sein. Sie sind das Gesicht des Hauses und prägen den Umgang mit unseren Gästen seit Jahren. Dass wir diesen gemeinsamen Weg fortsetzen können, bedeutet uns viel.»
Wann ist die Wiedereröffnung?
«Sie ist auf den 1. April geplant. Und nein – das ist kein Aprilscherz. Die Kantorei kehrt an diesem Tag mit neuer technischer Basis, vertrauter Handschrift und frischer Energie zurück.»
Lorenz Steinmann

Es war der älteste Club von ganz Zürich. Das Mascotte im Corso-Haus am Bellevue. Doch im Juni 2025 gaben die Betreiber auf. Gemäss einem Artikel im «Tages-Anzeiger» habe sich das Ausgehverhalten der Jungen markant geändert. So werde weniger Alkohol konsumiert, was ja eigentlich kein Drama ist. Doch für Clubs schon, denn die Umsätze werden bekanntlich mit Drinks, Bier und Wein erzielt. Doch nun hat das Warten ein Ende. Gemäss Clubmanager und Eventlegende Freddy Burger wird das Lokal am 29. Januar wiedereröffnet. Als Bar und als Club. Der Kultort öffnet jeweils mittwochs bis samstags ab 18 Uhr und soll jeweils nahtlos in einen Club übergehen. Burger verwies dabei auf die lange Tradition dieses Musikschuppens. So seien hier zu Glanzzeiten Josephine Baker, Sammy Davis jr. oder Louis Armstrong aufgetreten. Burger mietet die Lokalität seit 56 Jahren von der Stadt Zürich. Von 1977 – anfangs mit Sänger Udo Jürgens zusammen, der eine Zeit lang über dem Club wohnte – bis 2004 betrieb Burger den Club. Dann übernahmen Jüngere. Nun soll wieder an glanzvolle Zeiten angeknüpft werden. Mit neuem Interieur und neuem Konzept. Anzunehmen ist, dass eher das ältere Publikum angesprochen werden soll. Jenes, das sich noch an bessere Zeiten des Mascotte erinnert. Eröffnet wurde das Mascotte übrigens am 13. Januar 1916. Also vor fast genau 110 Jahren und unter dem Namen «Palais Mascotte». Und genau so soll der Club künftig wieder heissen. (ls./ Bild: Baugeschichtiliches Archiv der Stadt Zürich)

Der türkische Imbiss auf der Gemüsebrücke gilt für Einheimische wie auch für Touristen als eine der besten Adressen Zürichs für Falafel und Mezze. Vor allem die frische Gözleme wird als Geheimtipp gehandelt.
Wegen dem Neubau der Gemüsebrücke war die Schliessung für immer eigentlich fix. Doch nun heisst es von den Betreibern auf Anfrage des Altstadt-Kuriers, man habe ein neues Lokal gefunden. Und zwar an der Torgasse 5 in Sichtweite der Odeon-Bar. An der neuen Adresse hat es Platz für eine Innenbestuhlung, so kann man die Spezialitäten auch im Winter besser geniessen.
Gemäss Infos soll der neue Laden Ende Januar aufgehen. Am bisherigen Standort auf der Gemüsebrücke gab die Stadt dem Imbiss noch eine Gnadenfrist bis zum 5. Januar. Dann fahren die Bagger auf, der Ort wird für drei Jahre zur Grossbaustelle.
An der neuen Örtlichkeit an der Torgasse verkaufte übrigens früher Andy Jllien seine Schuhe, vorher war hier das Schuhhaus Brechtbühl ansässig. (ls)
Dezember 2025
Die langjährige Organistin Margrit Fluor wird verabschiedet
Altstadt KurierMit der Begrüssung des neuen Jahres verabschieden wir uns von unserer langjährigen Organistin Margrit Fluor. Die Jahreslosung 2026 («Siehe, ich mache alles neu.»Offb. 21,5k) önnte nicht passender sein für die frisch renovierte Kirche. Mit der Besinnung schaut Pfarrerin Cornelia Camichel aber auch zurück. Mit der Prättigauer«LEnglerkapellä» nimmt uns Margrit Fluor nämlich mit in ihre alte und zukünftige Heimat, zu den Wurzeln. «Muess i denn zumStädtele hinaus ...» wird zu hören sein, wie auch ein Abschiedsgruss der Kantorei St. Peter und des Vereins St. Peter.Mit dem zur Tradition gewordenen Bündner Neujahrsapéro stossen wir dankbar auf das Vergangene und auf das Kommende an. «Herzlich willkommä bin ünsch!»
Kirche St. Peter, Donnerstag,1. Januar 2026, 17 Uhr
Wer durch die Altstadt schlendert, wird den Eindruck nicht los. Es hat immer mehr Touristinnen und Touristen in der City. Tatsächlich gab es noch nie so viele Übernachtungen in der Stadt wie aktuell, 4 Millionen und 6 Prozent mehr als 2023. Kein Wunder also, gibt es immer mehr Hotels im Kreis 1. Gemäss einem Baugesuch soll das ehemalige Kino Alba beim Central zu einem Hotel umgebaut werden. Gemäss «NZZ» plant Hotelier Eric Fassbind neben dem Hotel Swiss Chocolate by Fassbind ein Kapselhotel mit Zweierkabinen. Darin soll man sogar stehen können.
Nicht weit davon entfernt, an der Zähringerstrasse 24, ist ein weiteres Hotel geplant, wie ebenfalls einem Baugesuch zu entnehmen ist. Es ist das auffällige Haus mit dunkelroter Fassade, wo seit Langem das Asia-Restaurant Zhong Aua seine Speisen anbietet. Wie es dort weitergeht, ist noch nicht klar.
Schon aufgegangen ist das Mews House an der Tiefenhöhe 6 beim Paradeplatz. Hier machte die 1856 gegründete Schweizerische Kredit- anstalt ihre ersten Schritte. Jetzt hat ein nobles Restaurant eröffnet, es hat auch einige Hotelsuiten. Eine Nacht kostet ab 1600 Franken. (LS)
Das Musée Visionnaire am Prediger- platz widmet sich bis Mai 2026 in einer Gruppenausstellung dem radikalen Verschmelzen von Leben und Kunst. Präsentiert werden Persönlichkeiten, die ihr Dasein kompromisslos als künstlerisches Gesamtkunstwerk ge- stalten – lokal, international, lebendig und verstorben. Dora Koster und Emil Manser: zwei Menschen, deren Schaffen sich nicht von ihrer Biografie trennen lässt.
Koster – wild, ungezähmt, laut, zutiefst sozial, aber auch launisch – war eine streitbare Erscheinung des Niederdorfs, Performerin, Dichterin, Musikerin und Chronistin der Ränder. Ihre Werke und ihr Nachlass (Zentralbibliothek Zürich) bilden einen Kernpunkt der Ausstellung, ergänzt durch Lesungen und Führungen. Zur Erinnerung: 1980 trat Dora Koster mit ihrer aufsehenerregenden Autobiografie auf den Plan: «Nichts geht mehr – Stationen einer Frau aus dem Milieu». In der Folge veröffentlichte sie über 20 weitere Publikationen. Emil Manser war Luzerns philosophierender Sandwichmann – sein öffentliches Wirken wird dokumentarisch erlebbar gemacht. An der Vernissage zeigte sich einmal mehr, wie wichtig das Musée Visionnaire für Zürichs Kultur abseits der herkömmlichen Pfade und Finan-m zierungsschlüssel ist. (AK)

Wir machen Winterpause und freuen uns, euch ab März wieder am Crêpes-Stand zu begrüssen.
November 2025
Am Dienstag, 25. November, um 18 Uhr informiert die Stadt über den Baustart des Ersatzneubaus der Rathausbrücke. Die Veranstaltung findet im Musiksaal (3. Stock) im Stadthaus statt.
Es informieren die Verantwortlichen und stellen sich den Fragen aus dem Publikum. Die Bauarbeiten dauern mehrere Jahre und bedeuten einen massiven Eingriff ins Altstadtleben. Immerhin ist nachher der Hochwasserschutz besser gewährleistet.
Weitere Infos: www.stadt-zuerich.ch/rathausbruecke
«Weisch na» – Lesung am 8. Dezember
Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat
Der Quartierverein und die GeschichtenBäckerei laden herzlich ein zur Lesung aus dem neuen Buch «Weisch na» von Gabriela und Franz Kasperski. «Weisch na» ist ein einzigartiges Stück Altstadtgeschichte. Mit Geschichten, die in keinem Geschichtsbuch stehen und bebildert mit Fotos aus dem letzten Jahrhundert.
Wann
Montag, 8. Dezember 2025, 19:00 Uhr
Wo
Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Erkerzimmer
Anmeldung
Die Platzzahl ist beschränkt. Wir bitten um Anmeldung unter folgendem Link: HIER ANMELDEN
Kosten
15 Franken pro Person; für Mitglieder des Quartiervereins 10 Franken pro Person (bezahlbar vor Ort via TWINT oder bar – bitte passenden Betrag mitbringen)
Es war das Quartiergespräch die letzten Monate. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Auf Anfrage bestätigt das Tiefbauamt, dass die Pfosten am Neumarkt, die der Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger und im Besonderen der Schulkinder gelten, wieder gesetzt werden. Dies nach den Pflästerungsarbeiten, die «voraussichtlich ab 2026 erfolgen». Wie die Stadt zu ihrem Entscheid gelangt ist, lässt sie offen. Womöglich spielten der Aufschrei der Bevölkerung, das Insistieren des Quartiervereins und der grosse Artikel im Altstadt Kurier schon eine gewisse Rolle. «Im übrigen Nieder- und Oberdorf fallen die Pfosten weg, aber am Neumarkt wegen der Situation mit Kindergarten und Anlieferung nicht. Diese Pfosten sind auch so im festgesetzten Projekt drin», so die Sprecherin der Stadt. Zumindest für den Neumarkt bedeuten die wiederkehrenden Pfosten eine grosse Beruhigung. (LS)
Den Heimplatz, im Volksmund «Pfauen» genannt, will die Stadt Zürich ab 2027 neu gestalten. Die Autos sollen weniger, die Passanten und Velofahrer mehr Platz erhalten. Das Vorhaben ist höchst umstritten und es sind viele Rekurse hängig. Trotzdem plant die Stadt munter weiter. Und zwar soll der Kiosk gegenüber dem Schauspielhaus umgewandelt werden zu einem Café. Dazu wurde ein Baugesuch eingereicht, wie die Neue Zürcher Zeitung schrieb. Vorgesehen sind zwei Ausgabefenster für Getränke und Backwaren, im Inneren soll es etwa zehn Sitzplätze geben. Die künftigen Betreiber kennt man vom «Hegifret»-Kaffeefenster am Hegibachplatz. Kommt das Kafi, verschwindet ein weiterer Kiosk im Kreis 1. (AK)
September 2025
Im November 2024 stimmten die Stadtzürcher Stimmberechtigten einem Kredit von 58,35 Millionen Franken für den Ersatzneubau der Rathausbrücke zu. Aufgrund der eingegangenen Offerten resultieren nun unerwartete Mehrkosten. Aus diesem Grund beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Zusatzkredit von 18,6 Millionen Franken, wie er am 27. August 2025 mitteilte. – Der Gesamtkredit für den Ersatzneubau der Rathausbrücke beläuft sich neu auf 76,95 Millionen Franken.
AK
Das unter Denkmal stehende Schulhaus Hirschengraben wurde vor 130 Jahren erbaut als herrschaftlich anmutendes Bauwerk, mit dem Zürich vor der Eingemeindung von 1893 nochmals etwas Stattliches erbauen wollte. Über dem Eingang schreckt eine Fratze böse Geister ab, sie musste zu Beginn für einige Zeit abgedeckt werden, weil sie Empörung hervorrief. Das Mädchenschulhaus, ein Palast in bester Lage, weist bereits in der Eingangshalle eine bemerkenswerte Ausstattung auf, ebenso im Pausenraum, der Märchenhalle, in der etliche Märchen wie Hänsel und Gretel oder Dornröschen figürlich dargestellt sind, teils geschaffen von namhaften Künstlern wie August Bösch.
Die Aula im Dachgeschoss wurde 1894/95 prächtig ausgestattet. Oben sind die Früchte der Erde dargestellt, ebenso die Tiere der Erde wie Schnecke, Frosch, Löwe etc. Dazu kommen Fabelwesen, Drachen, aber auch Götter wie Jupiter. Schliesslich gibt es aus Holz geschnitzte Figurenpaare, längsseitig je vier. Sie sind jeweils aus demselben Holzmodel von Handwerkern geschnitzt worden und zeigen verschiedene Volkstypen (wie arabisch, chinesisch, germanisch, je Mann und Frau). Dazu kommen beidseitig je vier Mädchenköpfe, welche das Gewölbe tragen.
Nun löst die Pracht der Aula bei Besuchenden in der Regel Erstaunen und Bewunderung aus – und auch eine leichte Irritation. Das würde man heute nicht mehr so machen, diente damals jedoch als Anschauung für den Unterricht. Namentlich die Darstellung des Paares aus der Subsahara löste kürzlich Diskussionen aus, weshalb der Stadtrat ein Gutachten in Auftrag gab, dessen Ergebnisse am 29. August präsentiert wurden.
Kurz zusammengefasst kommt das über 300-seitige Gutachten zum Schluss, dass die Darstellungen weder diskriminierend noch rassistisch seien.
Dass sie jedoch kontextualisiert werden sollen und im Unterricht pädagogisch bearbeitet. – Der Stadtrat folgt diesen Empfehlungen.
Elmar Melliger
August 2025
Aus der Antwort des Stadtrats vom 7. Mai 2025 auf eine Schriftliche Anfrage im Gemeinderat geht Folgendes hervor: Die Vermietungsverordnung und das Mietreglement betreffen die freitragenden, zur Kostenmiete vermieteten städtischen Wohnungen (nicht jedoch subventionierte Wohnungen) und sind seit dem 1. Januar 2019 in Kraft.
Für Mietverhältnisse mit Beginn vor diesem Datum (6300 Wohnungen) galt eine fünfjährige Übergangsfrist; am 1. Januar 2024 wurden die Vermietungsverordnung und das Mietreglement auch für diese Mietverhältnisse in Kraft gesetzt. (Für Mietverhältnisse ab dem 1. Januar 2019 (2950 Wohnungen) galten die neuen Bestimmungen per sofort).
Seither gelten Belegungsvorschriften (Anzahl ganzer Zimmer minus eins ergibt die Mindestpersonenzahl für eine Wohnung) und Vorschriften bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse (das Haushaltseinkommen von höchstens 70 000 Franken darf die Anfangsmiete nur um das Vierfache, während der Mietdauer nur um das Sechsfache übersteigen, wobei insgesamt 15 Prozent der Mietverhältnisse diese Höchstwerte übersteigen dürfen).
Die Einhaltung der 15-Prozent-Grenze wird in den Jahren 2025 bis 2027 aufgrund von Steuerdaten anonymisiert erhoben. Erst wenn diese Grenze im Durchschnitt der drei Jahre verletzt ist, werden individuelle Daten erhoben. – Betreffend Unterbelegung geht Liegenschaften Stadt Zürich davon aus, dass von 6758 ausgewerteten Wohnungen per Ende Februar 2025 insgesamt 1104 (16 Prozent) eine Unterbelegung aufwiesen.
In den vergangenen fünf Jahren wurden 360 Wohnungstausche vollzogen. Dies bei 890 eingegangenen Tauschgesuchen, wobei diese aus unterschiedlichen Gründen gestellt und teils zurückgezogen worden sind.
Elmar Melliger
Juni 2025
Das sind die Gemeinderatskandidat:innen der SP 1+2
Sozialdemokratische Partei
Die SP 1+2 hat ihre Gemeinderatskandidat:innen der SP 1+2 nominiert. Folgende Personen Kandidieren für den Gemeinderat im Wahlkreis 1+2:
1. Ruedi Schneider (bisher)
2. Lara Can (bisher)
3. Cordelia Forde
4. Dominik Haupt
5. Rebekka Schönenberger
6. Felix Stocker
7. Maryna Melnychuk
8. Benjamin Frey
9. Cejana Di Guimarães
10. Heinz Looser
11. Nadine Achermann
12. Nicolà Eisler
April 2022
Auf das zweite Jahr im Zeichen des Virus waren wir – wohl oder übel – schon besser vorbereitet. Der Shutdown wirkte sich wirtschaftlich vor allem auf unser Gewerbe aus. Eine Kommission prüfte Gesuche um Mietzinsreduktionen, an denen sich neu auch die Stadt Zürich beteiligte. Es starteten besonders viele Bauprojekte: neben den ohnehin geplanten auch jene, die im ersten Corona-Jahr verschoben werden mussten. Ausserdem einigten wir uns auf eine strategische Erneuerungsplanung hinsichtlich der 2000-Watt-Ziele. Mit 7 Erwerbsgeschäften – darunter das bislang grösste – wuchs das Portfolio auf 166 Liegenschaften an.
April 2021

Als wir angehalten waren, zu Hause zu bleiben, zeigte sich die Bedeutung des Wohnraums, speziell eines Balkons. Daher nimmt der Geschäftsbericht 2020 dieses wichtigste «Anhängsel» in den Fokus. Weitere Schlüsselthemen: Wir reagierten umgehend auf den Shutdown im Frühling 2020. Insgesamt 634’000 Franken Miete erliessen wir dem Gewerbe, das aufgrund der Covid-19-Verordnung schliessen musste. Zahlreiche Bauvorhaben gerieten in Verzug oder konnten nicht starten. Die Neubauten an der Witikonerstrasse und an der Rautihalde wurden trotzdem fertig – und damit 71 Wohnungen. Und: Auch im kompetitiven Immobilienmarkt hat die Stiftung PWG vier Häuser mit insgesamt 21 Wohnungen kaufen können.
Januar 2021
Unsere Reparatur-Werkstatt ist von Montag bis Freitag, 10-17 Uhr geöffnet !
Unser Schuhgeschäft bleibt in Zusammenhang mit Covid-19, bis Ende Februar geschlossen.
Für telefonische Bestellungen od. Auskünfte erreichen Sie uns unter 044 211 41 60 wie folgt:
Montag bis Freitag, 10-17 Uhr
Oder auch jederzeit per Mail: schulthess.schuhe@bluewin.ch
April 2020

Mit mehreren Bauvorhaben haben letztes Jahr wir das Portfolio planmässig erneuert und, wo möglich, zusätzlichen Wohnraum geschaffen. Der Geschäftsbericht 2019 fokussiert denn auch auf die bauliche Verdichtung. Sie ist ein typisches Ja-schon-aber-Thema: Im Grunde sind wir alle dafür, solange sich für uns nichts ändert. Der Erwerb von Liegenschaften blieb bei steigenden Preisen schwierig. Total hat die Stiftung PWG für 43 Millionen Franken 6 Liegenschaften erworben. Einigen Aufwand erforderte die Umstellung der Rechnungslegung auf HRM2 als Folge der Revision des Gemeindegesetzes.