Von fehlenden Blumensträussen und Konfessionsneutralität

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Der 12. April rückt näher. Ein Datum, das für viele Beteiligte Vorfreude und Anspannung bedeutet – schliesslich geht es um die Zukunft unserer kirchlichen Behörden. Doch während hinter den Kulissen die Teams alles geben, bleibt die offizielle Bühne seltsam leer.

Von Céline Reymond, Kandidatin Refomierte Kirchenpflege Stadt Zürich

Wer auf ein Zeichen der Wertschätzung seitens der Stadt gehofft hatte, wurde enttäuscht. Auf Anfrage im Stadthaus wurde klar kommuniziert: Man ist nicht erwünscht. Das Argument? Die Konfessionsneutralität. Man müsse strikte Distanz wahren, denn wenn alle Kirchen kämen, liefe das aus dem Ruder. Es ist ein bemerkenswertes Argument, wenn man bedenkt, dass wir von drei etablierten und gesellschaftlich verankerten Landeskirchen sprechen – nicht von einer unüberschaubaren Vielzahl.
Auch kirchenintern scheint die Euphorie gedämpft. Dass die amtierende Kirchenpflegepräsidentin erst zum zweiten Wahlgang erscheinen wollte, weil man nicht mit einer Vollbesetzung im ersten Durchgang rechnete, wirkte wenig motivierend. Sollte man nicht gerade jenen Kandidaten, die bereits im ersten Wahlgang gewählt werden, Ehre erweisen und Freude zeigen?
Die neueste Nachricht setzt dem Ganzen die Krone auf: Gratuliert wird seitens der Präsidentin nur dann persönlich, wenn mehr als die Hälfte der zu besetzenden Plätze im ersten Wahlgang besetzt wird. Ansonsten gibt es die „Light-Variante“: Medienmitteilung und Social Media ohne Foto, dafür mit dem Aufruf zum zweiten Wahlgang. Das diese Meldung die Mitglieder aktiviert und viral geht ist zweifelhaft.
Das Fazit kurz vor dem Wahltag? Die grosse Fete bleibt aus, die offizielle Wertschätzung ist so unterkühlt wie die Logik der Konfessionsneutralität.
Den Blumenstrauss? Kauft man sich halt selber!
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Wer kandidiert für die Kirchenpflege, wer fürs Parlament? Hier der direkte Link.
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Für den Kontext zu den Wahlen verweisen wir auf unseren Artikel, der in der Aprilausgabe des Altstadt-Kuriers erschienen ist zum Thema.