Erfolgsstory soll weitergehen

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Der vom «Altstadt Kurier» mitorganisierte «Bring- und Holtag» auf der Gemüsebrücke war auch 2025 Erfolg. Jetzt laufen schon die Fäden heiss, damit der Tag auch während der Sanierung der Gemüsebrücke stattfinden kann.

Er hat fast soviel Tradition wie der «Altstadt Kurier». Der Entrümpelungstag auf der Rathausbrücke – inoffiziell auch Gemüsebrücke genannt  – den es seit 1992 gibt. Jetzt heisst er modern «Bring- und Holtag» und soll die Kreislaufwirtschaft fördern Entsprechen waren die nackten Zahlen der diesjährigen Ausgabe vom Samstag, 13. September, nicht rekordverdächtig. Eisen 0,240 Tonnen, Kehricht 1,19 Tonnen. Doch weil nun nicht mehr das Wegschmeissen im Zentrum steht, sondern der klassische Tauschhandel, fast wie im Mittelalter, ist das ganz passabel. 

Der Zuspruch der Bevölkerung war hoch wie immer, auch, weil das Wetter stimmte. Es gab auffallend viele Menschen, die etwas brachten und dafür etwas zumindest aus ihrer Sicht brauchbares, ja Wertvolles, mitnahmen. Konstantin Ziogas, Leiter Gruppe Beratung/Veranstaltungen bei Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ), zog ein sehr positives Fazit: «Der Anlass war einmal mehr sehr schön voller spanender Gesprächen.»

Einfach nur bequem

Im 33. Jahr also organisierte der «Altstadt Kurier» zusammen mit ERZ und unterstützt durch die Quartiervereine die Altstadt-Entrümpelung. Es ist stets ein Happening, ein Sehen-und-Gesehenwerden, aber auch ein Anlass mit viel Sinn. Er kommt der wilden Entsorgung zuvor und ist für die Altstadtbewohnerinnen und -bewohner äusserst bequem. Heuer schwang eine kleine Prise Wehmut mit. Denn ab Ende Jahr folgt hier für mehrere Jahre eine Grossbaustelle, die Gemüse-brücke wird wegen des Hochwasserschutzes neu gebaut. Dabei war die Altstadt-Entrümpelung dem Zeitgeist viele Jahre voraus. Sonst musste man mühselig ins Hagenholz pilgern und den Sperrmüll dort in die Tonne werfen. 2003 folgte dann die orginelle Einführung des Cargotrams, das regelmässig in die Quartiere kurvte und das Entsorgen bequemer machte. Seit 2022 gibt es nun die mobilen Recyclinghöfe, wo man seinen Sperrgut abgeben kann. So seit gut einem Jahr auch beim Bürkliplatz, der einmal im Monat von ERZ angeboten wird. Freilich ist der periphere Ort nicht sonderlich beliebt in der Innenstadt.

Alternative wird geprüft

Und damit das Gute zum Schluss: Auch wenn die Gemüsebrücke einige Jahre (die Rede ist von einem Bauende 2029) nicht zur Verfügung steht. Der Bring- und Holtag für die Altstadt soll weitergeführt werden, die Fäden für einen alternativen Standort laufen schon heiss. Denn der Anlass ist seit 1992 mehr als nur das Abladen von Gerümpel. Es ist das Soziale, die Begegnungen, das Happening. Und das soll weitergehen!