Weltblatt für den
Kreis 1


Lavaterhaus feierlich eröffnet

Am 2. September wurde nach einer langen Planungs- und Bauzeit das Lavaterhaus wiedereröffnet. Das Publikum erschien in grosser Zahl und wurde mit einem dichten Festprogramm belohnt.

Samstagnachmittag so gegen 14 Uhr begann sich die St. Peterhofstatt langsam zu füllen. Vor dem Eingangsportal des frisch renovierten Lavaterhauses luden Stehtische zum Verweilen und zur Hoffnung auf einen Apéro ein. Dann war es endlich so weit. Stefan Thurnherr, Präsident der Kirchenpflege, Silvia Schneebeli und Robert Imholz von der für den Umbau verantwortlichen Baukommission durchschnitten das Band und öffneten mit feierlichen Worten die Pforte des Lavaterhauses. Nach einer ersten kurzen Stärkung war dann die Neugierde gross und die Menschenschar strömte ins Haus.
Nachdem die erste Neugier über die neu bespielten Räume gestillt war, stand den Besuchern ein dichtes, abwechslungsreiches Programm bevor. Neben den fachkundigen Führungen durch das neu gestaltete Haus durch die Architektinnen stiess auch die Lavatersammlung auf grosses Interesse. Die Kuratorin der Sammlung Johann Caspar Lavater, Ursula Caflisch-Schnetzler, gab tiefe Einblicke in das Leben und Wirken des Namensgebers des Hauses. Ein Höhepunkt der Eröffnungsfeier war sicherlich die Lesung von Manfred Papst und Ueli Greminger in der wunderschönen neuen Hol- und Bringbibliothek. Die leider limitierten Plätze waren schnell gefüllt. Diejenigen, die es aus Platz- oder Zeitgründen nicht mehr in die Lesung schafften, fanden schnell Trost in der gegenüberliegenden Arvenstube, wo Kaffee und Kuchen serviert wurden. – Das Programm wurde passend immer wieder mit musikalischen Darbietungen ergänzt. Zu Beginn Blasmusik aus den offenen Fenstern des Lavaterhauses, um die Festgemeinde auf der St. Peterhofstatt zu begrüssen. Dann weihte die Kantorei die Räumlichkeiten mit einem Hausgesang ein und schliesslich stand noch die CD-Taufe der Musiker Margrit Fluor und Hieronymus Schädler im neu mit modernster Technik ausgestatteten Lavatersaal an.
Wer den vielen und abwechslungsreichen Darbietungen mal kurz entfliehen wollte, fand im durch den Umbau stark aufgewerteten Innenhof eine wunderbare kleine Oase zum Innehalten. Die Einbindung des Hofes als zusätzlichen Raum ist ein grosser Gewinn für das neue offene Lavaterhaus.
Der Tag wurde schliesslich durch ein Abendessen auf der oberen St. Peterhofstatt mit anschliessendem Konzert mit Orgelmusik und der Feuerwehrmusik Altstadt in der Kirche abgerundet.
Neben vielen positiven Rückmeldungen zum neuen Haus gab es auch einige kritische Stimmen. So sorgten einige feuerpolizeiliche Vorgaben und sicherheitstechnische Normen der Geländer für ein leises Kopfschütteln.
Dennoch blieb der Tag wohl den meisten Besuchern als ein schöner und freudiger Tag in Erinnerung, nicht nur weil das Lavaterhaus jetzt endlich wieder offen ist und schöner als je zuvor strahlt, sondern auch weil den ganzen Tag über für Leib und Seele gesorgt war.

Andri Gartmann

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